Aus 4 Kirchgemeinden wird die deutschsprachige evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Biel.
Im Anschluss an den Gottesdienst vom 29. März stimmten die Kirchgemeindeversammlungen der Kirchgemeinden Biel-Bözingen, Biel-Madretsch, Biel-Mett und Biel-Stadt der Fusion der 4 deutschsprachigen Kirchgemeinden zu und genehmigten das Organisationsreglement.
An der Gründungsversammlung der deutschsprachigen ev.-ref. Kirchgemeinde Biel vom 30.11.2009 wurden der neue Bieler Kirchgemeinderat und die Delegierten in den neuen Gesamtkirchgemeinderat gewählt.
Der neugewählte Kirchgemeinderat im Bild
von links nach rechts:
Urs Schaerer, Adrien Clénin, Fritz Marthaler, Sabine Schnell, Ueli Adam, Beatrice Hirsig, Karl Storz, Christoph Grupp. Auf dem Bild fehlt Anna Luchsinger.
Gründungs- und Wahlversammlung
Präzis 104 Stimmberechtigte und rund 20 interessierte BeobachterInnen haben sich im Farelhaus am Montag, 30. November 2009 um 20h zur ersten Kirchgemeindeversammlung der neu gegründeten Kirchgemeinde eingefunden. Die sorgfältig vorbereitete Wahlversammlung – Haupttraktandum waren die verschiedenen Behördenwahlen – wurde anfangs von Doris Amsler, dann aber vom neu gewählten Versammlungspräsidenten Peter Stucker aus Mett geleitet. Der Kanton Bern als Partner der Landeskirche war durch Herrn Regierungsstatthalter Garbani sowie durch den Delegierten der Kirchendirektion, Herrn Spichiger vertreten.
Die Wahlen konnten als stille Wahlen durchgeführt werden, was ein zügiges Vorgehen ermöglichte. Danach wurden die bisherigen Behörden persönlich für ihren zum Teil langjährigen Einsatz verdankt und verabschiedet.
Nun geht’s los ...
Bald ist es soweit: die neue deutschsprachige reformierte Kirche in Biel nimmt ihre Tätigkeit am 1. Januar 2010 auf. Trotz der vielen intensiven Gespräche und Arbeit scheint es mir, als sei alles recht problemlos gelaufen – die Zeit war wohl reif. Doch grosse Aufgaben stehen uns nun bevor, mit der Tätigkeitsaufnahme des Kirchgemeinderats der Umsetzung der Vision durch die Projektkommission.
Dank der Zusage der bisherigen Kommissionen dürfte der Alltag für Gemeindeglieder und Mitarbeitende zumindest bis Pfingsten noch kaum Neues bringen. Allen, die bisher beigetragen haben zu dieser erfolgreichen Fusion und dies noch tun werden, danke ich an dieser Stelle herzlich für ihr Engagement.
Mit den besten Wünsche für gesegnete Festtage.
Christoph Grupp
Die neuen Behörden
Neu im Kirchgemeinderat Biel sind
1. Ueli Adam, Sportberichterstatter
2. Adrien Clénin, Instruktor
3. Christoph Grupp, Unternehmer PR-Beratung
4. Beatrice Hirsig, ehem. Personalfachfrau
5. Anna Luchsinger, dipl. Sozialarbeiterin
6. Fritz Marthaler, Fachstellenleiter BSM
7. Karl Storz, Unternehmer Storz DienstleistungsAG
8. Urs Schaerer, Versicherungs- und Vorsorgeberater
9. Sabine Schnell, Sekundarlehrerin
Der neue Gesamtkirchgemeinderat Biel
(7 deutschsprachige, 4 frankophone Mitglieder)
setzt sich wie folgt zusammen
1. Doris Amsler
2. Cornelia Benz-Borer
3. Adrien Clénin
4. Christoph Grupp
5. Eva Thomi
6. Urs Schaerer
7. Peter Winzeler
Retraite Kirchgemeinderat
Abgesehen vom durch die Wahlversammlung gewählten Präsidenten Christoph Grupp konstituiert sich der Kirchgemeinderat selbst. Dies erfolgt anlässlich einer gemeinsamen Retraite in Sornetan vom 23./24. Januar 2010. Daneben setzt sich der neue Rat mit dem gemeinsamen Verständnis der Vision 8 auseinander, verabschiedet das Vorgehen zur Umsetzung der Fusion, klärt Personalfragen und legt die Jahresplanung fest.
Zum Fusionsprozess
Die strategische Verantwortung trägt der Kirchgemeinderat. Die operative Leitung obliegt der Projektkommission. Diese wird punktuell vom luzernischen Büro West, namentlich durch Herrn Heinz Wettstein begleitet. Er hat Erfahrung mit kirchgemeindlichen Mechanismen und Eigenheiten. Zudem kennt er aus früheren Aufträgen das Bieler Terrain. Zusammen mit Christoph Grupp als Kirchgemeinderatspräsident und Marc Lauper als Projektleiter bildet er die sog. Steuerungsgruppe. Sie ist eine Art Vor- und Andenkerin. Sie legt Schritte und Methoden für die Arbeit fest, nimmt Resultate entgegen, leitet sie an die richtigen Orte weiter und sorgt für die Kommunikation im gesamten Projekt.
In einer ersten Phase geht es darum, den ersten Meilenstein zu setzen. Mit ihm sind die Grundlagen für den Umsetzungsprozess gelegt. Dies dürfte bis Ende April 2010 der Fall sein.
Zur Projektkommission
Die Projektkommission besteht aus je einer Vertretung aller betroffenen Berufsgruppen und einer Vertretung des Kirchgemeinderats. Die jeweiligen Delegierten werden dem Kirchgemeinderat bis Ende 2009 zur Wahl vorgeschlagen. Die Projektkommission leistet vorab die inhaltliche Arbeit und fällt inhaltliche Entscheide, soweit sie nicht in die Kompetenz des Kirchgemeinderates fallen. Sie kann Arbeiten an Arbeitsgruppen delegieren. Sie nimmt ihre Arbeit offiziell erst nach der Berufung durch den Kirchgemeinderat auf, also im Februar 2010.
Ausblick 2010
Die meisten Projekte kennen in ihrer Startphase die Gefahr der operativen Hektik. Diese lässt einen Arbeiten ohne jeglichen Auftrag aufnehmen und ausführen. Darum soll unser Motto sein: Chi va piano, va sa-no. So dürfte leichter vermieden werden, was Mark Twain pointiert formulierte: „Als sie das Ziel aus den Augen verloren, verdoppelten sie ihre Anstrengungen...“. Lasst uns darum die Sache süferli angehen, also echt bernisch: nume gäng hü, aber nid gsprängt.
Voranzeige:
An Pfingsten (am 23.5.2010) ist ein Eröffnungsgottesdienst für die neue Kirchgemeinde vorgesehen. Mit geladenen Gästen aus nah und fern "u no mängs meh".